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Für die Gesamtleistung eines Computers sind
das Zusammenspiel von Prozessor, Arbeitsspeicher,
Festplatte und Grafikkarte und das Bussystem sehr
wichtig. Schauen Sie beim Vergleich verschiedener
PC-Angebote nicht allein auf den allerneuesten
Prozessortyp.
In der aktuellen Ausgabe von mediella lesen Sie,
auf welche Komponenten Sie beim PC-Kauf besonderen
Wert legen sollten.
Die folgenden Ausführungen beziehen sich
auf einen normalen Standard-PC, nicht auf Notebooks.
Hier gelten zum Teil andere Regeln.
Hauptplatine (Mainboard)
Herzstück jeden PCs ist die Hauptplatine.
Dieses zentrale Bauteil trägt den Prozessor,
den Arbeitsspeicher, Erweiterungskarten wie Grafikkarte
oder Netzwerkkarte sowie alle Anschlüsse
für sonstige Komponenten. Hauptplatinen sind
nur für bestimmte Bauarten von Prozessoren
und Arbeitsspeichermodule geeignet. Andere Komponenten
könnten theoretisch von PC zu PC ausgetauscht
werden.
Prozessor (CPU - Central Processing Unit)
Die wichtigsten Hersteller von Prozessoren sind
AMD und Intel.
AMD gibt die Schnelligkeit der Prozessoren in
Plus-Werten an (Quanti-Speed). Ansonsten wird
die Geschwindigkeit in der Taktfrequenz (Anzahl
der ausgeführten Arbeitsschritte pro Sekunde,
gemessen in Gigahertz GHz) angegeben.
AMD Prozessoren sind preisgünstiger und heißen
"Athlon" (neuester Typ: Athlon XP/2800)
bzw. die billigere Variante "Duron".
Der Prozessor von Intel heißt "Pentium"
(neuester Typ: Pentium 4 mit 2,8-3 GHz) bzw. die
billigere Variante "Celeron".
Voraussichtlich Ende März 2003 wird mit "Athlon
64" von AMD die schnellste Desktop-CPU am
Markt sein.
>> Tipp: Die heutigen Prozessoren sind
so schnell, dass sie gar nicht voll ausgelastet
werden können. Sie sparen viel Geld, wenn
Sie nicht den am Markt neuesten Prozessortyp,
sondern 1-2 Stufen darunter wählen.
Haupt- oder Arbeitsspeicher (RAM - Random
Access Memory)
Weit verbreitete Speichermodule sind DDR-SDRAM
(PC333 und PC400), ab Pentium 4 RDRAM oder RIMM
(von Firma Rambus).
Die Speichergröße wird in Megabyte
(MB) angegeben, die Zugriffszeit in Nanosekunden
(ns). Wie viel Speicher maximal eingebaut werden
kann verbirgt sich hinter den Angaben "aufrüstbar
bis" 2 GB (und darüber).
Die Entwicklung heutiger Softwareprodukte ist
so rasant, dass im Hinblick auf Updates ausreichend
Speicher eingebaut werden sollte. Nachrüsten
kostet Zeit, Mühe und manchmal viel Geld.
Es gibt viele verschiedene Speichertypen, die
keinesfalls gemischt werden können, sonst
besteht die Gefahr von Fehlern bis hin zu PC-Abstürzen.
Die Speichermodule werden in Sockel auf die Hauptplatine
gesteckt. Achten Sie darauf (je nach Modultyp),
dass möglichst nur ein Speichermodul im PC
steckt und Sie noch Plätze frei haben für
eine spätere Erweiterung.
Bei Profi-Anwendungen kann zusätzlich ein
schnellerer Zwischenspeicher (second level cache)
empfehlenswert sein. Der Cache speichert zwischen
Prozessor und eigentlichem Arbeitsspeicher (RAM).
>> Tipp: Empfohlene Speichergröße
512 MB. Welche Speichergröße aber überhaupt
verwaltet werden kann, hängt vom Betriebssystem
ab. Windows ME, zum Beispiel, verwaltet nur bis
256 MB RAM.
Front Side Bus
Im Zusammenspiel von Platine, Prozessor und Speicher
ist diese Datenleitung besonders wichtig. Die
Taktfrequenz beträgt 100 / 133 bzw. bis zu
533 MHz. Mehr Geschwindigkeit bedeutet mehr Leistung.
Festplatte (Harddisk)
Die wichtigsten Daten zu Festplatten sind:
- Speichergröße: 60 GB bis max. 320
GB
- Zugriffsgeschwindigkeit: 5 - 12 ms (je kleiner
desto besser)
- Umdrehungszahl: 5400 - 7200 U/Min und darüber.
Je schneller, desto lauter.
Ab 7200 U/min wird eine Extrakühlung benötigt.
Die heutigen Programme, vor allem Bild- und Videodateien,
sind wahre Speicherfresser. Wählen Sie die
Festplatte daher lieber eine Dimension größer.
Geräuscharme Platten haben zwar etwas weniger
Leistung (geringere Umdrehungszahlen), dies ist
jedoch in der Praxis kaum bemerkbar.
Bei häufiger Bild- und Videoverarbeitung
sollten besser spezielle Platten ausgewählt
werden.
>> Tipp: es gibt die Möglichkeit,
externe Festplatten anzuschließen und im
laufenden Betrieb wieder abzustecken. Dies kann
zum Beispiel eine sinnvolle Lösung für
Ihre Datensicherung sein.
BUS
Es gibt einen Address Bus, Data Bus und Control
Bus. Das sind Datenleitungen zum Informationstausch
zwischen Hauptplatine und den eingebauten Komponenten
wie zum Beispiel Platte, CD-Rom, DVD.
Entscheidend ist die Busbreite, das heißt,
wie viel Bytes gleichzeitig übertragen werden
können. Für Steckkarten ist heute der
PCI-Bus üblich (32 Bit breit), bei Grafikkarten
AGP (64 Bit breit).
Controller
Zur Steuerung der verschiedenen Komponenten, wie
zum Beispiel Festplatte und Diskettenlaufwerk,
verbindet der Controller diese Geräte mit
der Hauptplatine.
Der gebräuchlichste Standard ist IDE (Integrated
Disc Electronic), in der weiterentwickelten Form
E-IDE. Aktuell wird ein E-IDE Controller mit einem
zusätzlichen Chip, ein so genannter Ultra
DMA Controller oder Ultra-ATA, verwendet. Die
langsamste Komponente bestimmt die Geschwindigkeit
im BUS.
Höhere Übertragungsraten und mehr Zuverlässigkeit
bietet SCSI (Small Computer Systems Interface).
Hier können intern und extern, außer
Festplatten, bis zu 15 Komponenten angeschlossen
werden. Langsame und schnelle Komponenten können
gemischt werden. Ein SCSI-System ist aber teurer
und manches aufwendiger zu konfigurieren. Deshalb
wird diese Technik außerhalb des Home-PC-Bereiches
und eher bei Massenspeichersystemen eingesetzt.
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