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Unter www.jobApple.de
befand sich von März bis September 2002 eine
neue Online-Recruitingbörse nur für
Frauen.
Jobbörsen im Internet sind gewiss nichts
Neues, aber eine Börse speziell für
Frauen - etwas Vergleichbares gab es bisher nur
in Frauennetzwerken, wie z.B. bei den webgrrls
oder als Unterrubrik in Online-Frauenzeitschriften,
wie z. B. "Brigitte" und "Freundin".
Zwar beschäftigen sich Frauennetzwerke und
Online-Frauenzeitschriften auch mit dem Thema
Stellensuche, aber das ist nur eines von vielen
anderen interessanten, notwendigen und hilfreichen
Themen, so dass uns Frauen eine reine Jobbörse
bisher gefehlt hat.
Bei jobApple.de wurden nicht nur die klassischen
"Frauenberufe" wie Sekretärinnen,
Assistentinnen, Krankenschwestern, etc. angeboten,
sondern alles, angefangen von der Account Managerin
über die Mediaberaterin bis hin zur Geschäftsführerin.
Es waren ganz normale Stellenausschreibungen,
die sich ausschließlich an Frauen richteten.
Die Frage, weshalb nicht schon viel früher
jemand auf die Idee gekommen ist, eine Frauen-Jobbörse
zu starten, bleibt bislang leider unbeantwortet.
Jedenfalls wird es höchste Zeit, dass sich
auch auf dem Gebiet der Jobsuche eine Art "Wandel
zum Wohle der Frau" vollzieht, denn laut
einer Studie nutzten Frauen das Internet bisher
zwar gleich stark wie Männer, in den Online-Jobbörsen
seien durchschnittlich aber nur acht Prozent der
Stellensuchenden weiblich.
Der Webauftritt von jobApple.de konnte
sich wirklich sehen lassen. Kein Wunder, denn
die Gründer dieser innovativen Jobbörse,
Roland Franke und Volker Wenner, sind ehemalige
Manager von Monster.de. Bei jobApple.de konnten
stellensuchende Frauen ihre Lebensläufe kostenlos
hinterlegen und sich die Angebote, die ihrem Profil
entsprachen, per E-Mail zuschicken lassen und
in den Top-Jobs oder den News herumstöbern,
in denen es selbstverständlich um Frauen
und Karriere ging. Im Bereich Lifestyle fand frau
außerdem Artikel über Trends, Reisen,
Gesundheit und alles, was Frauen so bewegt und
interessiert. Frau konnte aber auch gleich gezielt
nach Stellenangeboten suchen, die dort von Arbeitgebern
in der Datenbank veröffentlicht wurden.
Nach einer kurzen Wartungsphase (die beinahe
ganze 2 Monate dauerte!), in der geringe "Umbauarbeiten"
statt fanden, steht jobApple nun seit dem 13.
September 2002 wieder zur Verfügung.
Leider aber nicht mehr nur für Frauen, wie
ursprünglich gedacht, sondern für
Jedermann. Es ist also mit dem neuen "Gesicht"
zu einer ganz gewöhnlichen Jobbörse
wie eine unter vielen geworden.
Die HR4YOU Solutions GmbH & Co. KG übernahm
den Stellenmarkt von den bisherigen Betreibern,
die ihre Aktivitäten eingestellt haben. Zukünftig
soll jobApple nun Frauen und Männer gleichermaßen
ansprechen. Die Lifestyle-Ecke wird es auch
weiterhin geben. Alle bestehenden Arbeitgeber-Accounts
und E-Mail-Accounts wurden durch die Übernahme
gelöscht. Die User sind somit aufgefordert,
ihre Accounts neu anzulegen.
Wenn man die ursprüngliche Version von jobApple
nur für Frauen mit den ganz großen
Jobbörsen wie Monster.de oder Jobpilot.de
vergleicht, waren zwar nicht allzu viele Stellenangebote
online, aber es war anzunehmen, dass sich das
sicherlich mit höherem Bekanntheitsgrad sehr
schnell geändert hätte. Wenn frau erst
einmal von dieser einzigartigen Jobbörse
erfahren hätte, wäre sicher, dass sie
sehr zahlreich diese Website gestürmt hätten.
Hätte dies die Revolution im Online-Stellenmarkt
sein können? Oder die "Emanzipation
des Internetstellenmarktes" darstellen können?
Ich hätte es den Betreibern von jobApple.de
gewünscht, bzw. den Frauen, die jobApple
benutzt hätten.
Hätte jobApple vielleicht sogar den ganz
Großen, wie z.B. Monster.de, Jobpilot.de,
Stellenmarkt.de, und wie sie alle heißen,
den Rang in der Frauenwelt ablaufen können?
Man weiß es nicht. Roland Franke war jedenfalls
anfangs zuversichtlich und wünschte sich
bis Ende 2002 durchschnittlich eine Million Besucherinnen
monatlich.
Wie gut jobApple.de bei den Userinnen tatsächlich
angekommen wäre, ist nun leider nicht mehr
zu beantworten. Nun, da sich jobApple von anderen
Jobbörsen nicht mehr unterscheidet ist es
fragwürdig, wie sie sich entwickeln wird
und ob mit einer großen Besucherzahl zu
rechnen ist. Warten wir es ab! Vielleicht findet
sich aber auch ein neuer Revolutionär oder
besser eine Revolutionärin, die das alte
Konzept wieder aufnimmt und eine neue Jobbörse
nur für Frauen ins Netz stellt.
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